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Saison & Anlass 4 Minuten Lesezeit

Hochzeitsfeier planen: Weinmengen berechnen und den Sektempfang richtig gestalten

Wie viel Wein und Schaumwein braucht eine Hochzeit wirklich, und wie gelingt der Sektempfang stilvoll? Eine praktische Einordnung für die Planung.

Eine Hochzeit unterscheidet sich von anderen Festen vor allem durch ihre Dauer und die unterschiedlichen Phasen des Tages. Auf den Sektempfang folgen oft Aperitif, mehrgängiges Menü, Toast und ein langer Abend – jede Phase stellt eigene Anforderungen an die Weinauswahl. Wer die Getränke für eine solche Feier plant, sollte deshalb nicht nur an Geschmack denken, sondern auch an Mengen, Reihenfolge und die Frage, wie viele unterschiedliche Weine überhaupt sinnvoll sind.

Die richtige Menge berechnen

Die Erfahrung zeigt, dass sich Getränkemengen bei Feiern besser über die Gesamtdauer und die Anzahl der Ausschankgelegenheiten kalkulieren lassen als über starre Pro-Kopf-Regeln. Für ein mehrstündiges Fest mit Sitzessen ist ein Richtwert von einer halben bis einer ganzen Flasche Wein pro Person während des Essens üblich. Hinzu kommt separat der Bedarf für den Sektempfang, bei dem man mit zwei bis drei Gläsern pro Gast rechnen kann, da dieser Programmpunkt meist eine bis anderthalb Stunden dauert und viele Gäste stehend und im Gespräch trinken.

Eine Flasche Schaumwein mit 0,75 Litern ergibt bei einer Ausschankmenge von etwa 0,1 Litern rund sechs bis sieben Gläser. Bei größeren Gesellschaften lohnt es sich, lieber etwas großzügiger zu kalkulieren, da ungeöffnete Flaschen problemlos aufbewahrt werden können, während Nachbestellungen während der Feier unpraktisch sind. Wichtig ist zudem, für jede Getränkeart eine alkoholfreie Alternative einzuplanen, damit auch Fahrer und Gäste ohne Alkoholwunsch am gemeinsamen Anstoßen teilnehmen können.

Sektempfang: der erste Eindruck

Der Sektempfang eröffnet die Feier und prägt die erste Stimmung – entsprechend sollte der gewählte Schaumwein zugänglich, frisch und nicht zu komplex sein. Ein trockener bis brut ausgebauter Prosecco eignet sich hier besonders gut, da er unkompliziert schmeckt, eine feine Perlage mitbringt und auch bei wärmeren Temperaturen im Freien seine Frische behält. Der Millesimato Cuvée Blanc de Blancs Brut – Galaxy von San Simone di Brisotto etwa verbindet Glera und Chardonnay zu einem eleganten, mineralischen Schaumwein mit klarer Struktur, der sich gut für diesen Moment eignet.

Wer beim Empfang etwas Abwechslung bieten möchte, kann zusätzlich eine Rosé-Variante anbieten. Das schafft optische Vielfalt auf den Tabletts und gibt Gästen eine Wahlmöglichkeit, ohne die Auswahl zu überfrachten. Zwei Sorten – eine klassische und eine rosé – reichen für den Empfang in aller Regel aus.

Wein zum Menü: Weiß, Rot und die Reihenfolge

Beim Essen selbst empfiehlt sich eine überschaubare Auswahl von zwei bis drei Weinen, die zu den servierten Gängen passen, statt für jeden Gang ein neues Glas zu füllen. Das erleichtert die Logistik erheblich und überfordert die Gäste nicht mit zu vielen Entscheidungen. Eine bewährte Reihenfolge ist ein frischer Weißwein zur Vorspeise, gefolgt von einem kräftigeren Rotwein zum Hauptgang, sowie gegebenenfalls ein leichterer Wein zwischendurch, falls Fisch- und Fleischgänge kombiniert werden.

Bei gemischten Gesellschaften mit unbekannten Vorlieben hat sich ein Verhältnis von etwa sechzig Prozent Weißwein zu vierzig Prozent Rotwein bewährt, da erfahrungsgemäß mehr Gäste zu Weißwein greifen, besonders wenn die Feier im Sommer oder tagsüber stattfindet. Ein leichter, spritziger Rotwein wie ein trocken ausgebauter Lambrusco kann hier eine interessante Alternative zu schwereren Rotweinen darstellen, da er auch kühler serviert und zu vielseitigen Speisen gereicht werden kann.

Der Toast: ein besonderer Moment für einen besonderen Wein

Für den eigentlichen Trinkspruch auf das Brautpaar lohnt es sich, einen Schaumwein bereitzuhalten, der sich vom übrigen Angebot des Abends abhebt. Hier kann ein Champagner seinen Platz finden, wenn das Budget und der Anlass es hergeben – etwa für einen kleineren Kreis oder als besonderer Moment für das Brautpaar und die engsten Gäste. Für den gesamten restlichen Ausschank bleibt meist der Prosecco oder Crémant die praktischere und ebenso stimmige Wahl, da diese Schaumweine unkomplizierter in größeren Mengen serviert werden können.

Wichtig ist, den Moment des Toasts organisatorisch vorzubereiten: Die Gläser sollten kurz vor der Rede gefüllt und nicht schon lange vorher ausgeschenkt sein, damit die Perlage noch lebendig ist und der Schaumwein nicht bereits an Kohlensäure verloren hat.

Aus dem Sortiment

Für den Sektempfang eignen sich die trockenen Prosecco-Varianten von San Simone di Brisotto, etwa der Millesimato Cuvée Blanc de Blancs Brut – Galaxy mit seiner eleganten Frische oder der Millesimato Prosecco Spumante Brut DOC – Gold mit seiner feinen Aromatik von Apfel und Birne. Beide lassen sich gut in größerer Menge servieren und bieten dabei eine solide, unkomplizierte Qualität, die dem festlichen Moment gerecht wird. Für einen spritzigen, leicht zu kombinierenden Rotwein zum Menü kann der Lambrusco Grasparossa DOC von Cantina Puianello eine interessante Ergänzung sein, da er trocken, erfrischend und vielseitig einsetzbar ist.

Häufige Fragen

Wie viele Flaschen Wein brauche ich pro Gast?

Für eine mehrstündige Feier mit Essen rechnet man üblicherweise mit etwa einer halben bis einer Flasche Wein pro Person, je nach Dauer und Anzahl der Gänge. Für den Sektempfang kommen separat noch zwei bis drei Gläser Schaumwein pro Gast hinzu. Bei gemischten Gesellschaften empfiehlt sich ein Verhältnis von etwa sechzig Prozent Weiß- zu vierzig Prozent Rotwein.

Wie viele Gläser ergeben sich aus einer Flasche Sekt?

Aus einer Standardflasche mit 0,75 Litern lassen sich bei einer üblichen Ausschankmenge von etwa 0,1 Litern rund sechs bis sieben Gläser füllen. Bei großzügigerer Befüllung reduziert sich die Anzahl entsprechend.

Muss es zum Sektempfang Champagner sein?

Nein, ein guter Prosecco oder Crémant erfüllt denselben Zweck und passt oft besser zu einem lockeren Empfang im Freien. Champagner bietet sich eher an, wenn ein einzelner, besonders feierlicher Moment wie der Toast hervorgehoben werden soll.

Sollte man alkoholfreie Alternativen einplanen?

Ja, es empfiehlt sich, für jeden Schaumwein auch eine alkoholfreie Variante bereitzustellen, damit Fahrer, Schwangere oder Gäste ohne Alkoholwunsch am Anstoßen teilnehmen können.

Ein Beitrag aus dem Weinkeller von Vinothekar.de. Fragen zu einem Wein? Wir beraten Sie gern persönlich.

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