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Saison & Anlass 4 Minuten Lesezeit

Kühl statt kellerwarm: Roséweine und leichte Rote für laue Sommerabende

Nicht jeder Rotwein verträgt die klassische Kellertemperatur im Sommer schlecht – manche gewinnen durch eine kühle Karaffe sogar an Frische. Wer weiß, welche Weine dafür geeignet sind, findet für die Terrasse die passende Alternative zum immer gleichen Weißwei

An warmen Sommerabenden auf der Terrasse greifen viele automatisch zu Weißwein oder Rosé – Rotwein gilt vielen als zu schwer, zu warm serviert und damit unpassend für die Jahreszeit. Dabei übersieht man, dass nicht jeder Rotwein bei Kellertemperatur getrunken werden muss. Es gibt durchaus Weine, die von einer kühleren Serviertemperatur profitieren, und ergänzend dazu leichte Rosés und Frizzanti, die genau für solche Momente gemacht sind.

Warum Rotwein oft zu warm getrunken wird

Die verbreitete Empfehlung, Rotwein bei „Zimmertemperatur“ zu servieren, stammt aus einer Zeit, in der Wohnräume deutlich kühler waren als heute. Wer eine Flasche bei aktuellen Innentemperaturen von 22 Grad oder mehr öffnet, serviert den Wein oft zu warm. Hohe Temperaturen betonen den Alkohol, lassen Tannine härter wirken und können Fruchtaromen überdecken. Gerade im Sommer, wenn es draußen ohnehin warm ist, verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich. Eine kühlere Serviertemperatur wirkt dem entgegen und macht den Wein zugänglicher.

Welche Rotweine sich für Kühle eignen

Nicht jeder Rotwein verträgt eine deutliche Kühlung gut. Entscheidend sind ein geringer Tanningehalt und eine lebendige Säure. Weine mit viel Gerbstoff wirken kalt schnell verschlossen oder bitter, während leichte, fruchtbetonte Rotweine durch niedrigere Temperaturen an Frische gewinnen. Als Richtwert für solche Weine gelten etwa 12 bis 14 Grad – kühler als die übliche Raumtemperatur, aber wärmer als Weißwein. Diese Temperatur erreicht man am einfachsten, indem man die Flasche für rund 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank legt oder kurz in einen Kühler mit Eiswasser stellt.

Rosé und Frizzante als Alternative

Wer auf der Terrasse lieber ganz auf klassischen Rotwein verzichtet, findet in Roséweinen und roten Frizzanti eine passende Alternative. Sie verbinden die fruchtige Aromatik roter Trauben mit der Leichtigkeit, die man an warmen Abenden schätzt. Ein Beispiel ist der Rosato Frizzante Trevenezie von Le Contesse aus Pinot Bianco und Pinot Nero, der mit Erdbeer- und Himbeeraromen sowie einer lebendigen Perlage eine unkomplizierte Wahl für laue Abende darstellt. Solche Weine lassen sich problemlos kühl servieren, ohne dass Struktur oder Balance darunter leiden, da sie ohnehin auf Frische statt auf Tannin ausgelegt sind.

Prickelnde Begleiter für laue Abende

Auch außerhalb der klassischen Rotweinwelt lassen sich Terrassenabende gut mit leichten, kühl servierten Schaumweinen gestalten. Der Frizzante Blanc 'Musti Nobilis' von DeAngeli aus Glera und Chardonnay bringt mit Aromen von reifen tropischen Früchten wie Mango und Pfirsich eine sommerliche Note ins Glas, ohne schwer zu wirken. Wer es etwas milder mag, findet im Ottogradi Frizzante Bianco Amabile mit Noten von weißen Blüten, Moscato-Trauben und Honig eine liebliche Variante mit zartem Körper. Beide profitieren von niedrigen Temperaturen ähnlich wie Weißwein, da ihre feine Perlage und Frucht durch Kühle besonders gut zur Geltung kommen.

Praktische Hinweise zum Servieren

Für einen entspannten Abend auf der Terrasse lohnt es sich, mehrere Flaschen unterschiedlicher Stilrichtungen bereitzustellen und je nach Wetter und Verlauf des Abends zu wechseln. Ein Weinkühler mit Eiswasser kühlt zuverlässiger und gleichmäßiger als der Kühlschrank und lässt sich gut steuern, falls ein Wein zwischendurch etwas zu kalt geworden ist. Wer die Flasche stattdessen länger im Kühlschrank lässt, sollte die Temperatur zwischendurch prüfen, da zu starke Kühlung Aromen unnötig zurückdrängt. Offene Flaschen bleiben auf der schattigen Terrasse deutlich länger frisch als in direkter Sonne.

Aus dem Sortiment

Für sommerliche Abende auf der Terrasse eignen sich aus dem Sortiment besonders der Rosato Frizzante Trevenezie von Le Contesse mit seiner fruchtigen Erdbeer- und Himbeeraromatik sowie der Ottogradi Frizzante Bianco Amabile mit seiner milden, blumigen Note. Der Frizzante Blanc 'Musti Nobilis' von DeAngeli passt mit seinen tropischen Fruchtaromen ebenfalls gut zu warmen Abenden im Freien. Wer es klassischer mag, findet im Prosecco Treviso frizzante von Le Contesse mit grünem Apfel und Grapefruit einen leichten, unkomplizierten Begleiter für laue Sommerabende.

Häufige Fragen

Bei welcher Temperatur sollte man leichte Rotweine im Sommer trinken?

Als Richtwert gelten etwa 12 bis 14 Grad, also spürbar kühler als Zimmertemperatur. Das entspricht ungefähr der Temperatur, die ein Wein nach 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank erreicht.

Warum vertragen manche Rotweine Kühle besser als andere?

Entscheidend sind wenig Tannin und moderater Alkoholgehalt. Fehlt diese Struktur, wirkt ein kühler Rotwein schnell hart oder bitter, während leichte, fruchtbetonte Weine durch die Kühle eher frischer und trinkfreundlicher wirken.

Sind Rosé- und Frizzante-Weine eine Alternative zu klassischem Rotwein?

Ja, gerade an warmen Abenden bieten sie durch ihre Leichtigkeit und feine Perlage eine willkommene Abwechslung. Sie verbinden fruchtige Aromatik mit der Frische, die man im Sommer sucht, ohne auf rote Fruchtnoten verzichten zu müssen.

Wie kühlt man einen Wein richtig, ohne ihn zu überkühlen?

Ein Weinkühler mit Eiswasser wirkt schneller und gleichmäßiger als der Kühlschrank und lässt sich gut kontrollieren. Wer die Flasche stattdessen längere Zeit im Kühlschrank lässt, sollte die Temperatur zwischendurch prüfen, damit Aromen nicht zu stark zurückgedrängt werden.

Ein Beitrag aus dem Weinkeller von Vinothekar.de. Fragen zu einem Wein? Wir beraten Sie gern persönlich.

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